Die Besten Reiseziele für Sparfüchse

Gerade wenn sich der Sommer dem Ende neigt und der Urlaub schon vorbei ist, wünscht man sich doch ab und an die Zeit zurück, in der Mann am Strand in der warmen Sonne lag, oder unbekannte Städte erkundet hat. Also wieso nicht dem öden Alltag einmal mehr entfliehen und schon mal für den nächsten Urlaub planen? Mit diesen günstigen Reisezielen könnte der sogar noch dieses Jahr drin sein!

Tatra (Slowakei)

Lust auf Wandern? Hier sind natürlich Österreich, die Schweiz oder Süd Tirol beliebte Reiseziele. Doch auch die Slowakei bietet die Möglichkeit die eigene Wanderlust auszuleben und das auch noch mit Natur pur! Das hohe Tara ist das kleinste Hochgipfelgebirge auf der Welt und trotzdem können Naturfanatiker beim Wandern oder Klettern voll auf ihre Kosten kommen. Es ist sogar Möglich wilde Tiere wie zum Beispiel Braunbären zu beobachten. Wer die Berge der Slowakei erklimmen möchte, sollte einen Flug über Prag wählen.

Berlin

Aber eigentlich spricht auch nichts gegen einen Städttrip in die eigene Hauptstadt. Berlin ist schließlich bekannt für coole Trend, Kultur und Geschichte, aber auch eine Stadt der Mode und Kunst! Außerdem kommt hier garantiert absolutes Hauptstadtfeeling auf! Dank Streetfood muss man für das Essen hier nicht allzu tief in die Tasche greifen. Selbstverständlich lassen sich aber auch viele coole Bars und Discos erkunden, um das Nachtleben kennen zu lernen. Gute Hotels bietet Berlin teils schon ab 13€.

Riga (Lettland)

Wer Berlin schon kennt wie seine Westentasche, oder wen es einfach in ein anderes Land zieht, sollte über Urlaub in Riga nachdenken! Die Stadt in Lettland besticht mit ihrer Architektur im Jugendstil und strahlt damit einen ganz besonderen Charme aus. Die schönen Gassen lassen sich perfekt zu Fuß erkunden und auf dem Markt findet sich immer etwas leckeres zu Essen, das nicht nur preiswert, sondern häufig auch lokal ist, sodass man Riga auch auf eine kulinarische Weise entdeckten kann. Ein Zimmer im „Viktoria Hotel“ gibt es außerdem schon ab 18€ pro Nacht!

Indien

Paläste, Saaris und scharfes Essen, das alles und einiges mehr bietet Indien! Doch nicht nur mit atemberaubenden Bauwerken wie Tempeln, Klöstern und Denkmälern kann das Land in Südasien das Fernweh wecken. Auch die Nationalparks mit ihren Wasserfällen, Tierschutzgebieten und Seen bieten alles, was es für einen eindrucksvollen Urlaubsaufenthalt braucht. Teuer ist dabei hauptsächlich der Flug nach Indien, das Essen und die Fortbewegung durch die Staatsbahn ist dagegen preiswert und bietet sich natürlich an, um noch mehr vom Land sehen zu können. Auch Übernachtungen in Hotels sind meist selbst in Strandnähe nicht allzu teuer, wie beispielsweise das Heavenly Brezen Beach Resort.

Galicien (Spanien)

Tolle Aussicht in Karpaz

Wen es für einen tollen Urlaub am Meer nicht allzu weit in die Ferne zieht, könnte es an der nordwestlichen Küste Spaniens versuchen! Die autonome Region Galicien lockt dort mit ihrer tollen Landschaft, Fjorden wie in Norwegen und idyllischen Städten. So zum Beispiel die Provinzhauptstadt Vigo, die mit ihren am Hang gebauten Straßen und Gassen, einem schönen Hafen und Cafés und Bars lockt. Günstige Preise gibt es hier auch auf Bier und Kaffee und  Fisch und Meeresfrüchte sind kaum irgendwo frischer zu bekommen. Badesachen sind selbstverständlich ein Muss und mit einem kleinen Regenschirm ist man selbst vor gelegentlichen Regenschauern gewappnet. Wer direkt von Deutschland nach Vigo fliegen möchte, kommt zum Beispiel mit Ryanair ans Ziel. Ansonsten gibt es auch günstigere Flüge zum nahgelegenen Santiago de Compostela. Hotels gibt es ebenfalls preisgünstig. So beispielsweise das Hotel Vigo Plaza, ab 31€ pro Nacht.

Turunç (Türkei)

Schnäppchenjäger, die niedrige Urlaubspreise suchen, sind momentan in der Türkei an der richtigen Adresse! Wer es hier jedoch vorzieht in kleineren Hotels zu übernachten, etwas abseits der riesigen Touristenhochburgen des Landes, sollte über einen Urlaub in Turnus nachdenken. Der kleine Ort liegt ganz in der Nähe der Partymeile Makramees, die von Turnus aus ganz einfach mit einem Taxiboot zu erreichen ist. Also auch Feierwütige werden hier vollkommen auf ihre Kosten kommen und nachmittags trotzdem an einem nicht zu überfüllten Strand wieder Kraft tanken können. Der nächstgelegene Flughafen Dalaman wird beispielsweise von Air Berlin oder Pegasus Airlines angeflogen.

Goldstrand (Bulgarien)

Wer im Urlaub Lust hat das Nachtleben voll auszukosten und die Nächte durchzufeiern, der sollte den Goldstrand in Bulgarien in jedem Fall auf die Liste der Top 10 Urlaubsziele packen! Mehr Partyurlaub gibt es ,bei angenehm warmen Temperaturen und das noch am Meer,  zu diesem Preis kaum irgendwo. In der Partymetropole zahlt man in vielen Diskotheken geringen Eintritt und auch der Alkohol ist nicht besonders teuer. Hotels wie zum Beispiel das Hotel Prima Guest House 2 bieten Übernachtungen schon ab 13€ pro Nacht. Und wer es jetzt kaum noch zuhause hält, der sollte einen Flug nach Warna buchen, der nächstgelegene Flughafen.

Ägypten

Mit bunten Riffen, prachtvollen Meeresbewohnern und tief blauem Wasser ist Ägypten ein absolutes Paradies für Hobby-Taucher. Darauf sind die Einheimischen natürlich vorbereitet und es gibt zahlreiche Möglichkeiten günstig Taucherausrüstungen auszuleihen. Es ist jedoch absolut nicht nötig ein Tauchprofi zu sein, um die einzigartige Unterwasserwelt bestaunen zu können, die Natur hat es hier gut mit uns gemeint und so kann man auch als Tauchanfänger oder mit Schnorchel die Schönheit des Meeres bestaunen.

Dominikanische Republik

Mit türkisfarbenem Wasser und weißen Sandstränden lockt auch die Dominikanische Republik und beweist dabei, dass man für einen solchen Traumurlaub nicht immer ein kleines Vermögen hinblättern muss! Wer sich nach Unterkünften auf einer der zahlreichen kleineren Inseln umsieht, wird feststellen, dass es dort Hotelübernachtungen auch günstiger gibt, beispielsweise auf der Insel Hispaniola. Das einzig teure was hier noch bleibt, ist dann der Flug.

Kambodscha

Ein reiner Strandurlaub ist zwar interessant, aber zu langweilig? Wie wäre es denn dann mit Kambodscha? Das Königreich bringt die perfekte Mischung aus Thailand, Vietnam und Tomb Raider mit, um den Urlaub abenteuerlich, beeindruckend und erholsam zu gestalten. In der Hauptstadt Phnom Penh lassen sich zum Beispiel auch Bootstouren machen, oder man kann den berühmten Tempel Angkor Wat besuchen.

Fidschis

Die Dominikanische Republik hat dein Interesse geweckt? Hier der nächste Vorschlag: die Fidschi-Inseln! Ein absolutes Muss für alle, die den perfekten Strandurlaub suchen! Die Fidschis bieten leere aber traumhafte Strände, angenehmes Klima und Wassersportarten wie tauchen und schnorcheln. Wirklich teuer ist auch hier wieder nur der Flug, aber hat man das paradiesische Reiseziel erst mal erreicht, kann man auch hier bereits ab ca. 30 € für zwei Personen in einem Hotel übernachten.

Jetzt sollte auch einem Urlaub mit kleinerer Reiskasse nichts mehr im Wege stehen!

Erfahrungsbericht: Kroatien

Tolle Bucht

Warme Sonne, Pinienwälder, Wasserfälle und ein herrliches klares Meer sind nur ein paar der vielen Vorzüge von Kroatien, die jedes Jahr mehrere Tausend Besucher in das wunderschöne Land ziehen. Wir zeigen euch, was es für einen erfolgreichen Urlaub in Kroatien auf jeden Fall braucht (und was vielleicht eher nicht).

Vorbereitungen und Ankunft

Das praktische an diesem Urlaubsziel: auch für Leute mit Flugangst ist es absolut kein Problem hier Urlaub am Meer zu machen. Kroatien lässt sich nämlich ebenso gut auch auf dem Landweg erreichen. Wer sich den Roadtrip dort hin sparen möchte, kann natürlich auch das Flugzeug nehmen, hierfür bietet Kroatien mehrere Flughäfen. Wer ohne Auto kommt, kann vor Ort dieses an der Autovermietung über den Urlaubszeitraum mieten. Wichtig ist hierbei, dass hierfür eine Kaution zu hinterlegen ist, die entweder in bar, oder virtuell durch die Kreditkarte zu entrichten ist und wer hier nicht gleich einen nicht unbeträchtlichen Teil seines Bargelds liegen lassen will, sollte vor Reiseantritt nochmal kontrollieren, dass man die Kreditkarte eingesteckt hat. Die meisten Vermietungen wollen zusätzlich noch eine Kopie des Führerscheins und des Personalausweises, kartentechnisch also alles besser doppelt kontrollieren! Ein weiterer Tip für Urlauber ist, an der Autovermietung nicht zu erwähnen, dass man eventuell vor hat mit dem Auto kleinere Inseln zu besuchen. Hier kann es nämlich passieren, dass dafür zusätzlich Geld zu zahlen ist, da die Transport und Abholkosten in diesem Fall natürlich höher sind, sollte das Auto nicht mehr von der Insel kommen. Zur Erkundung reicht hier übrigens ein Kleinwagen absolut aus, das ist zwar immer abhängig von der Reisegruppengröße und eurem Gepäck, Kroatien hat aber, wie viele südliche Länder gerade in den Bergen teils recht schmale Straßen, auf denen man bei Gegenverkehr durchaus für ein kleineres Auto dankbar sein kann.

Wild Campen Kroatien
Wild Campen Kroatien

Wenn ihr am Flughafen Split ankommt, lohnt sich in jedem Fall ein kurzer Abstecher in das Zentrum der Stadt! Das wurde nämlich zum Unesco Weltkulturerbe erklärt. Der Grund dafür wird deutlich, wenn man durch die schmalen Gassen mit den weißen Häusern schlendert. Überall gibt es kleinere Lokale und ein paar Einkaufsmöglichkeiten. Und hier kommt sogar beim Kaffeetrinken jeder auf seine Kosten! Im Café 4Coffee Soul Food wird beispielsweise auf Wunsch der Kaffee auch in veganer Variante mit Sojamilch serviert! Und für die Kultur- und Geschichtsinteressierten ist der Diokletianpalast eine absolute Pflichtssehenwürdigkeit! Das Innere des, einst für den römischen Kaiser Diokletian gebauten Palasts, bildet heute den Bereich der Innenstadt. Hier finden sich auch zahlreiche Straßenstände für Souvenirs und Schmuck. Ein Tag sollte absolut reichen, um das kleine Städtchen zu erkunden, dabei sollte man nur darauf achten, dass man festes Schuhwerk trägt, um einem längeren Fußweg gewachsen zu sein und nicht Gefahr läuft, auf den glatten Steinen der Straße auszurutschen.

Freelancer HotSpot: Bali

Sonnenuntergang

Könnte man den Ort, an dem man arbeitet selbst wählen, würden sich die Meisten wohl für eine bequeme Hängematte am Strand entscheiden, anstatt eine weiße Bürowand anzustarren.

Diesen Traum erfüllen sich immer mehr Freelancer, also freie Mitarbeiter, die auf Grund ihrer Tätigkeit nicht auf einen festen Arbeitsplatz angewiesen sind, sondern die von überall auf der Welt arbeiten könnten. Aus diesem Grund entscheiden sich immer mehr dazu ihrer Arbeit von Orten aus nachzugehen, an denen andere sonst Urlaub machen. Es ist also die perfekte Möglichkeit um Arbeit und Reisen miteinander zu verbinden.

Immer mehr Freelancer zieht es hierfür nach Indonesien.

Ein besonders hoher Andrang erfährt hierbei die Insel Bali, die allein von über 5 Millionen Touristen pro Jahr besucht wird. Aber auch immer mehr Freelancer haben Bali mittlerweile als vorübergehende Wahlheimat für sich entdeckt. Grund dafür sind unter anderem die geringen Lebenshaltungskosten auf der paradiesischen Insel.

Mit ca. 1000€ im Monat bietet Bali eine gute Voraussetzung um auch die angenehmen Seiten des Lebens dort kennen zu lernen. Hinzukommt, dass viele der Freelancer mit einem Touristenvisum einreisen, Vorort arbeiten, aber dennoch an den deutschen Staat ihre Steuern zahlen. Besonders beliebt ist dabei übrigens eine Kleinstadt im Inselinneren namens „Ubud“. Diese kann sich seit Neuestem auch damit brüsten, dass Barack Obama dort seine Biographie verfasst. Offenbar hat auch der ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten das Freelancing für sich entdeckt.

Ubud hat sich dem Andrang mehr und mehr angepasst und bietet mittlerweile immer mehr offene Büros, sog. „Coworking-Spaces“. Diese bieten  durch ihre fensterlosen Fronten die Möglichkeit tatsächlich im Freien zu Arbeiten. Das größte dieser offenen Büros ist „Hubud“, das 2013 mit 25 Personen gegründet wurde. Zwar gibt es für gesamt Bali keine Statistik, die verdeutlicht, wie viele Freelancer jedes Jahr auf die Insel kommen, dass aber mittlerweile ungefähr 5000 Beitragszahlungen für das Hubud verzeichnet wurden, deutet schon darauf hin, dass die Zahlen in den vergangen Jahren erheblich zugenommen haben. Die Beitragszahlungen im größten Coworking-Space Balis betragen 20 Dollar für einen Tagespass, also ungefähr 17€. Wer sich länger aufhalten möchte, kann sich hingegen auch für eine Monatskarte entscheiden. Diese kostet dann 275 Dollar oder umgerechnet ca. 235 €. Für dieses Geld bekommt man jedoch einiges geboten.

Neben der schnellsten Internetverbindung bietet dieses Office auch eine angenehme Arbeitsatmosphäre für eine gute Work-Life-Balance. Es wird neben Yoga-Kursen als sportlicher Ausgleich auch auf gesunde Ernährung geachtet. Und das ist auch sehr von Vorteil. Weit weg von der Heimat, von Familie und Freund kann es nämlich durchaus passieren, dass man sich unbewusst zu sehr auf die Arbeit fokussiert. Auch wenn der Nachteil des lediglich vorübergehenden Arbeitsaufenthalts sein kann, dass es auf Grund der ständig wechselnden Belegschaft zu Problemen bei der Vollendung von Projekten kommt, werden wohl die Vorteile dennoch überwiegen.

Die Möglichkeit des Freelancings bietet zum Beispiel die Chance auf neue Inspirationsquellen. Durch die unterschiedlichen fremden Kulturen lassen sich hervorragend neue Erfahrungen sammeln, man kann Kontakte knüpfen, reifen und Neues kennenlernen. Und vor allem kann man eines: einen Urlaub genießen!

wildcamping
Digitale Nomaden auf Bali.

Wildcampen in Europa: Der Überblick

Ein Wildcamper auf einer Insel

Wildzelten im zivilisierten Europa
– Oder „Camping im Paragraphendschungel“

Unser Überblick zeigt, in welchen europäischen Ländern das wild campen erlaubt ist und wo nicht.

Dazu haben wir die Möglichkeiten in folgenden Ländern analysiert und detailliert zusammengefasst:

Das Wildcampen in Europa erfreut sich immer größer werdender Beliebtheit. Laut aktuellen Statistiken des ADAC liegt wildcampen 2017 voll im Trend:

11,10 Mio. Personen machen häufig oder ab und zu Camping-Caravaning-Urlaub
2,43 Mio. sind Besitzer eines Wohnwagens oder Wohnmobils, bzw. haben einen oder eines zur Verfügung
1,86 Mio. haben im letzten Jahr einen Camping/Caravaning-Urlaub gemacht
61,7% der Wohnmobil- bzw. Wohnwagen-Urlauber leben in einem Haushalt m. einem Nettoeinkommen > 3.000€
33,7% der Camper/Caravaner haben Abitur oder Hochschulstudium
46,6% der Camper/Caravaner sind jünger als 40 Jahre

Immer mehr Menschen lernen die Freiheiten des Reisens mit dem Zelt, dem Auto oder dem Wohnmobil zu schätzen. Steine in den Weg gelegt bekommen diese Menschen meist durch die unterschiedlichen Rechtslagen zum Thema wild campen in Europa. Denn Die Gesetze unterscheiden sich von Land zu Land und von Region zu Region.

Ein Wildcamper auf einer Insel
© Foto: Dietmar Meinert / pixelio.de

Damit Sie nicht untergehen: Unser Überblick über das Wildcampen in Europa

Abseits vom Luxus des Reisens in Hotels und hotelgleichen Campingplätzen findet man die Wildcamper. Versteckt an ruhigen und idyllischen Plätzen, kann man die Natur genießen und dabei sogar oft noch Geld sparen. Vorausgesetzt natürlich, man kennt die Rechtslage und/oder wird nicht erwischt. Es geht um das Campen in der Wildnis. Naturverbunden und frei. Gerade im zivilisierten Europa sind die Plätze knapp, an denen die Natur noch in ihrer ursprünglichen Wildheit vorhanden ist.

Es ist gar nicht so einfach, einen guten und schönen Platz zum WildCampen zu finden. Daneben kommen noch rechtliche Schwierigkeiten hinzu: Denn wie ist eigentlich die Rechtslage beim WildCampen in Europa? Was muss man beachten und wie kommt man an die entsprechenden Informationen? Wo ist wildcampen, frei Stehen und wild zelten eigentlich erlaubt?

Weiterlesen: Unsere Tipps zum wilden Zelten in Europa

Wild Campen in Europa: Die Rechtslage

Die rechtliche Lage beim Wildcampen in Europa

Grundsätzlich ist das Wildcampen in den meisten Ländern Europas verboten. Dennoch gibt es Ausnahmen und Regelungen, die den gewünschten Abenteuerurlaub dann doch noch möglich machen. Aber bevor ich die Rechtslage zum wildcampen in Europa im Detail beleuchte und euch die Geheimtipps und Schlupflöcher verrate, möchte ich zuerst auf die Länder hinweisen, in denen wild campen tatsächlich noch legal ist.

Wer ohne rechtliche Probleme sein Lager unter den Sternen aufschlagen möchte, muss die skandinavischen Länder kennen: Schweden, Norwegen und Finnland sind die Länder, in denen wild campen legal ist. Und das nicht nur für eine Nacht, sondern auch über mehrere Tage hinweg am selben Ort.

Grauzone Biwak: Biwakieren oder Wild Campen?

In vielen Ländern ist das wild campen leider verboten. Eine Ausnahme besteht in der Regel für das sogenannte Biwakieren. Darunter versteht man das Übernachten ohne Zelt und nur mit Isomatte, Schlafsack und dem Biwaksack (auch bekannt als Not-Biwak). Dabei dient der Biwaksack zum Schutz vor groben Witterungseinflüssen, wie z.B. Regeln, Hagel, Schnee und Eis. Im besten Fall muss man natürlich nicht unter diesen Umständen nächtigen. Außer man hat Spaß daran oder kommt einfach nicht drum herum. Auch geplante Biwaks werden meist geduldet. Dies ist vor allem für Wanderer oder Bergsteiger interessant, die ihr Gepäckgewicht reduzieren wollen und keinen Wert auf Komfort legen. Zu beachten ist allerdings, dass das biwakieren in sensiblen Gebieten, wie Naturschutzgebieten, auch verboten sein kann. Das Wild Campen ist in vielen Ländern Europas verboten, während das Biwakieren in der Regel geduldet wird.

–> Lesetipp fürs BiwakierenRechtslage biwakieren in Deutschland

Unter Wildcampen versteht man das Übernachten in Zelten, Autos oder Wohnmobilen abseits von Campingplätzen.

Wildcampen in Dänemark

In Dänemark ist das Nächtigen mit seinem Wohnmobil oder Camper abseits von Campingplätzen mit Strafe bedroht. Dagegen ist das Zelten in 40 Wäldern Dänemarks ausdrücklich gestattet. Hier erfahren Sie, wo das Wildcampen in Dänemark erlaubt ist.

An den beliebten Stränden ist das Zelten jedoch leider verboten. Es drohen Strafen von bis zu 75 Euro pro Person, wenn man sich beim wildcampen erwischen lässt.

Das wild zelten in den 40 extra ausgewiesenen Wäldern ist für maximal eine Nacht gestattet. Ein offenes Lagerfeuer darf aber nicht errichtet werden. Außerdem darf sich das Zelt nicht in Sichtweite von Straßen und Wohnhäusern aufgestellt werden. Daneben gibt es in Dänemark einige Naturlagerplätze. Auf diesen kann man für eine geringe Gebühr von momentan ca. 2 € eine Nacht Zelten.

Wildcampen in Skandinavien

Wer gerne in der beeindruckenden Natur Skandinaviens sein Zelt aufschlagen möchte, ist in Schweden, Finnland und Norwegen genau an der richtigen Adresse. Das sog. „Jedermannsrecht„, das auf ein altes schwedisches Gesetz aufbaut, erlaubt es hier beinahe überall zu übernachten. Solange es sich nur um eine Nacht handelt und man als Wanderer, Fahrradfahrer, mit Kanu oder mit einem Pferd unterwegs ist, muss man dabei auch keine Angst haben, dass der ausgewählte Platz möglicherweise in privater Hand ist. Besagtes Recht erlaubt nämlich auch für eine Nacht das Nächtigen auf Privatgrundstücken! Wichtig sind dabei aber dennoch einige Regeln, die man beachten sollte.

So ist es nicht erlaubt sich in der Nähe oder Sichtweite eines Wohnhauses niederzulassen, ohne vorher den Besitzer um Erlaubnis gefragt zu haben. Außerdem dürfen auch keine offenen Feuer errichtet werden, sodass auf Privatgrundstücken auf das idyllische Lagerfeuerambiente verzichtet werden muss. Selbstverständlich müssen die Plätze nach dem Camping auch wieder sauber verlassen werden.

Für alle Reisende, die mit Auto und Wohnwagen unterwegs sind, bleiben für die Nacht dennoch öffentliche Parkplätze, Straßenenden oder auch der Strand.

Wildcampen in Frankreich, Polen und Niederlanden

Wen es für einen Campingtrip nach Frankreich zieht, hat bei der Wahl des Übernachtungsplatzes keine so freie Hand, wie in Skandinavien. Hier sollte man beachten, dass Campen auf Privatgrundstücken nur mit der Erlaubnis des jeweiligen Besitzers legal ist. Da diese jedoch häufig an Urlauber gewohnt sind, stehen viele Campern auch wohlgesonnen gegenüber, sodass hier in der Regel keine Probleme entstehen.

Vorsicht ist jedoch an der Küste sowie in der Nähe von Sehenswürdigkeiten geboten. Dort gilt nämlich ein generelles Campingverbot. Richtig teuer kann das Campen auch im Natur- oder Wasserschutzgebiet werden. Wer hier nicht auf ausgewiesenen Plätzen übernachtet, den können Bußgelder bis zu einer Höhe von 1.500 € erwarten. Wichtig ist, dass aber auch auf diesen Plätzen das Übernachten nicht nach Camping aussehen darf.

Biwakieren ist hingegen grundsätzlich erlaubt, jedoch sollte man sich vor Ort noch einmal vergewissern, ob nicht eine Sonderregelung für den ausgewählten Platz gilt, auf die im Einzelfall durch Schilder hingewiesen wird. Im Nationalpark sollte außerdem beachtet werden, dass ca. eine Stunde Fußweg zwischen Ausgang und Campingplatz liegen sollte. Generell kann man sich diesbezüglich aber auch in jedem Tourismusbüro beraten lassen.

Ein generelles Verbot für Wildcamper gilt in den Niederlanden und in Belgien. Hier sollten die Zelte nur an ausgewiesenen Stellen aufgeschlagen werden, auf die Schilder hinweisen. Sie bieten die einzig legale Alternative zu kostenpflichtigen Campingplätzen. Kontrolliert wird das Einhalten des Verbots insbesondere in der Nähe der Küsten sowie in Orten, die typischerweise von Touristen besucht werden.

Tipp: Hier ist das Campen erlaubt.

Weniger streng geht es hinsichtlich des Campens in Polen zu. Offiziell ist das Wildcampen zwar nicht erlaubt, es wurden aber auch in den vergangenen Jahren keine Strafen dafür verhängt. Wer trotzdem auf Nummer Sicher gehen will, kann die Grundstücksbesitzer selbstverständlich um Erlaubnis fragen.

Wildcampen in Südosteuropa

Ähnlich geht es für Camper auch in den Balkanstaaten und Griechenland zu. Auch hier ist das Wildcampen in Kroatien und in Serbien offiziell verboten, wird von der Polizei jedoch meist geduldet, sofern man nicht über längere Zeit bleiben möchte und den Platz ordentlich hält. Zu beachten ist hierbei, dass man sein Zelt nicht in unmittelbarer Nähe von Staatsgebäuden aufschlägt. Wer Gewaltbereitschaft und politisches Unruhen während des Campingtrips aus dem Weg gehen möchte, sollte sich für die Nacht besser auf ländlichen Gebieten einen Schlafplatz suchen.

Gleiches gilt auch für Griechenland, Bulgarien und Rumänien. Wer von einer Nacht in einem rumänischen Nationalpark träumt, sollte jedoch bedenken, dass dies verboten ist. Für gewöhnlich sind die Kontrollen dort aber nicht sehr streng.

Wildcampen in baltischen Staaten und Schottland

Auch für Estland, Lettland und Litauen gilt die Devise: Wildcampen ist kein Problem, solange es nicht in einem Nationalpark oder Naturschutzgebiet stattfindet und kein Schild auf ein Campingverbot am jeweiligen Ort hinweist. Einzige Bedingung ist auch hier, dass der Platz sauber verlassen wird.

Strengere Regeln gibt es dagegen in Schottland. Diese sind im sog. Scottish Outdoor Access Code geregelt, der ebenfalls Vorschriften darüber umfasst, dass keine offenen Feuer gemacht werden dürfen und die Plätze nicht mit Abfall verschmutzt werden dürfen. Wer sich diesbezüglich vor dem Campingabenteuer umfangreicher informieren möchte, kann dies über das Internet oder durch Broschüren vor Ort.

Wildcampen im Süden Europas

In Italien und Spanien haben Wildcamper einige Dinge zu beachten. In beiden Ländern ist das freie Campen nämlich generell verboten und teilweise auch mit hohen Strafen belegt. Hier ist es deshalb ratsam sich mit Grundstückseigentümern abzusprechen und um Erlaubnis zu bitten. Die einzige Ausnahme stellen in Spanien die letzten hundert Meter des Santiago de Compostela, des bekannten Pilgerwegs dar. Auf den letzten Metern darf man ausnahmsweise am Wegrand sein Zelt aufschlagen.

Wildcampen im Rest Europas und in der Schweiz

In Ungarn, Portogal,Russlang, Tschechien und der Slowakei gelten ebenfalls strenge Regeln, was das Campen außerhalb von Campingplätzen betrifft. Weder auf Privatgrundstücken darf man sein Zelt aufschlagen, noch ist es erlaubt mit einem Wohnwagen auf Parkplätzen oder Raststätten zu übernachten.

Differenzierter geht es da schon in der Schweiz zu. Hier sollten sich Camper aber vergewissern, dass das Campen am ausgewählten Ort auch tatsächlich erlaubt ist. Das ist nämlich ganz davon abhängig, wo man sich befindet. In Natur-oder Wildschutzgebieten ist das Übernachten im Zelt oder Feuermachen verboten und wird mit Strafen bis zu 10.000€ und mehr bestraft. Gleiches gilt auch für Nationalparks. Oberhalb der Baumgrenze kann das Campen erlaubt sein,hierbei sollte jedoch darauf geachtet werden, ob nicht Schilder ein Verbot für bestimmte Bereiche festsetzen. Das Campen auf Privatgrundstücken ist mit der Einwilligung des Eigentümers jederzeit erlaubt, ebenso sollte man auch die Hüttenwart um Erlaubnis bitten, wenn man in der Nähe einer Berghütte nächtigen möchte. Allgemein bietet es sich dennoch an, sich vor Antritt des Urlaubs näher über die örtlichen Vorschriften zu informieren.

Hierzu hat der SAC ein Merkblatt veröffentlicht, das hilfreiche Informationen zum Campen und Biwakieren enthält.

Ebenso unterschiedlich sind die Regelungen in Österreich. Grundsätzlich gilt ein Campingverbot abseits der ausgewiesenen Plätze. Auch hier sind die bei Verstoß verhängten Strafen hoch und können einen Camper durchaus bis zu 14.500€ kosten. Auf Grund der unterschiedlichen Behandlung des Themas je nach Region sollte man sich auch in Österreich zuvor informieren. Der Alpenverein Österreich hat hierzu ein recht umfangreiches Informationsblatt auf seiner Homepage veröffentlicht, durch das Camper alle nötigen Hinweise erhalten.

Und bei uns?

Deutschland unterscheidet beim Campen streng, ob es sich um Wohnwagen oder Zelt handelt. Letzteres kann für nur eine Nacht beinahe überall problemlos aufgeschlagen werden. Ausnahmen sind nur Naturschutzgebiete, Privatgrundstücke ohne Einwilligung des Eigentümers und natürlich öffentliche Grundstücke, die mit Verbotsschildern gekennzeichnet sind. Mit dem Einverständnis des Grundstückseigentümers ist es jedoch kein Problem.

Caravan und Wohnmobile dürfen aber höchstens eine Nacht auf dem Parkplatz einer Raststätte stehen. Das Gleiche gilt für öffentliche Parkplätze. Dennoch sollte, wie auch in anderen Ländern, darauf geachtet werden, ob nicht Schilder im Einzelfall darauf hinweisen, dass das Campen verboten ist.

Wild Campen bedeutet Frei Leben

Wild-Campen.de ist die Internetseite rund ums Thema „Wild Campen„.

Foto das wir beim wildcampen am See aufegenommen haben
© Foto: Rainer Klinke / pixelio.de

Diese Seite liefert Informationen über die Rechtslage in vielen Ländern (Deutschland, Frankreich, Italien, Kroatien, usw.) sowie allgemeine Informationen zum Reisen in fremde Länder.

Wildes Campen ist kurz gesagt das Reisen abseits von Campingplätzen oder Hotels.
Egal ob Mietwagenrundreisen oder komplett naturbelassene Wanderreisen. Wer Informationen über diese alternative und kostengünstige Art zu Reisen sucht wird hier fündig! „Wild Campen bedeutet Frei Leben“ weiterlesen